Dienstag, 6. Februar 2007
weiterleitung...
vielen dank dafür, arkadaşım - aber stell die doch ruhig auch einfach mal direkt hier rein. :-)
wie auch immer, gemocht habe ich u.a. folgenden kommentar bingüls, der recht zentral im artikel auftaucht:
"Türken und Deutsche haben eine zwanghafte Vorliebe für Schuldfragen. Zwei Völker von Gefühlshistorikern, das macht es nicht leicht", -
denn irgendwie, finde ich, sagt er tatsächlich etwas ziemlich wahres über beide seiten und auch deren verhältnis zueinander. man kann das eigentlich gar nicht übersehen... :-)
nochmalig einschränkende präzisierung
bei uns gibt es das domit in köln, aber das ist ein selbstgegründeter verein und arbeitet, wie es selbst sagt, mit "geringen finanziellen mitteln". vom ausmaß her kein vergleich also.
anm.: ach, übrigens nochmal zur sprachdebatte: lustigerweise hat sich wirklich ein neues deutsches wort in den französischen kulturalltag eingeschlichen, und das ausgerechnet bei einer (den fotos nach ungeheuer attraktiven) multiethnischen hiphopformation, die sich den schönen namen compagnie käfig gab. und das auch noch mit dem exotischen ä...
ausdifferenzierung.
bleibt zu ergänzen: das, was ich eben vielleicht meinte war 'lediglich', dass ökonomische und infrastrukturelle probleme doch bei weitem nicht immer das einzige argument sein können für massenhafte ab- und spärliche zuwanderung. es gibt menschen, die sollen tatsächlich in länder zurück- oder überhaupt erst hingehen, wo die arbeitsbedingungen um einiges schlechter sind als bei uns, und die müssen ja auch ihre gründe finden, oder?
hirnausfluss.
argumentiert wird vor allem ökonomisch und ergonomisch und die "besten" die dann gehen, tun dies dann vor allem auch der times zufolge, um sich in den vereinigten staaten oder im nachbarland schweiz dumm und dämlich zu verdienen. freiheit ist ein kabriolett und das einzige, was familie thoma nach eigenaussage später in kanada mal vermissen würde, sei, nach deren bekunden, "deutsches fernsehen und die autobahn". man kommt sich vor, als hätte der redakteur ein zitat für das land, aus dem kraftwerk kommt, gesucht.
weber'sches konter auf die ökonomietheorie (das wohl sofort als erzkonservativ und kurzsichtig attackiert werden wird) und zwar von jemandem, der wie so ziemlich jeder typisch junge deutsche von heute sich in alle nur denkbar angebotenen sprachkurse der vhs oder der sprachenzentren stürzt, der pflichtbewusst für eine reise abroad sein kleines langenscheidtelchen einsteckt, wenigstens noch so geringer kommunikationsgelegenheiten in der jeweils einheimischen zunge wegen: eine kultur schafft sich seine lage ja auch irgendwie selbst, nicht?
und sicher, jede sprache bereichert sich durch fremdes wortgut, purismus ist ein schimpf und schand auf unwissen gebaut, im deutschen lässt sich das lange nachvollziehen bis in die morphologie hinein: wäre aus den komplexesten gründen zb über jahrhunderte jeder noch so kleine graf kein frankophiler gewesen, hätten sich wohl auf dauer die tätigkeitswörter auf -ieren
nicht als eigenständige verbgruppe bei uns niedergelassen. und schön sind sie ja. sinnieren zum beispiel. oder parieren.
dabei ist der germanist in der regel viel besser vorbereitet darauf als seine kollegInnen aus den nachbarsprachen, diese kontakte aufzuzeigen, bis ins kleinste aufzudröseln, und anschliessend aus der wissenschaft ein politisches argument zu machen: seht her, sprachen sind nun mal so.
und wir lachen über die franzosen und ihr toubon-gesetz (und wie lange habe ich mitgelacht), mit dem sie dem imperialistischen anglo-saxon von über dem kanal oder dem atlantik einhalt gebieten wollen. das kann doch nicht deren ernst sein, wie soll denn das jemals...aber oft genug hat es eben auch funktioniert, und selbst wenn es eine typisch französische don quichotterie sein sollte, zeigt es wenigstens eine völlig andere haltung zur sprache.
wie kam ich nun von familie thoma auf die loi toubon? eine englischsprachige zeitung beschreibt den deutschen status quo mit einem knackigen wort für akademikermigration und mir will partout keine entsprechung in der sprache des landes, über das geschrieben wird, einfallen.
was mich an mir persönlich ärgern könnte, da ich sprachspielereien nunmal sehr zugetan bin - was aber darüber hinaus, ja auch das nichts neues, trauriges symptom ist: wenn eine sprache flächendeckend so gar nicht mehr, aber auch so überhaupt gar nicht mehr zum wortwitz einlädt, zum neologismus und zum griff in eine an sich prallvolle (eben durch sprachkontakt mitgewachsene) kiste von morphemen, wozu ist sie denn dann noch da?
jüdische dichterinnen wie nelly sachs oder hilde domin, die nach dem holocaust in der ganzen welt verstreut lebten, hätten eines nie preisgegeben: eine rose als stütze. sprache als heimat.
der deutsche selbst sieht das anders und wirft gerade diese begeistert als erste über bord: heil fremdwort. er singt parole, parole und sein audi heisst quattro.
franzosen, engländer und deutsche machen einen film zusammen, in dem freundlicher weise die deutschen im world war eins mal keine monster sind: in frankreich heisst er joyeux noel, in england merry christmas und in deutschland siehe england.
feiert man einen geburtstag ausser haus, dann wird von bon anniversaire über cumpleanos feliz in der regel alles geboten, und ich singe mittlerweile alles gute für dich, weil es mir schlicht zu blöd geworden ist, den anderen ein internationalized german happy birthday zu präsentieren.
dabei ist der deutsche durchaus nicht, wie der franzose und der amerikaner naiv vermuten, von natur aus sprachbegabter("oh you germans, for you english is just second nature"). wieso lernt er dann trotzdem fast in allen fällen, die mir bekannt sind, auch hier das türkische schneller als seine mit-'eifernden'?
tatsächlich fing es hier an, mir auf die nerven zu gehen. nicht in frankreich, nicht in paris, wo es eine traditionelle, völlig selbstverständliche, von beiden seiten akzeptierte, geheime übereinkunft gibt, dass das deutsche ein irgendwie peinlicher unsinn ist, dem französischen nicht ebenbürtig. (nicht umsonst sagen sie dort, wenn sie deutscher film meinen: fassbinder. der war so wild, so unzivilisiert, so arbeitsbesessen.)
diese vorstellung gibt es hier nicht. eigentlich gibt es oft überhaupt weiter keine genauere vorstellung zu d-land, weder schlecht noch gut. man ist im besten falle neugierig.
und so sagte ich dann ton steine scherben, einstürzende neubauten, stereo total, ein bisschen element of crime (ja, die singen deutsch - deine lakaien, die heissen deutsch, singen aber andersrum), can (nein, die singen eigentlich überhaupt nicht, haben aber tolle musik gemacht), cora frost, hildegard knef und karel gott.
so richtig viel fiel mir nicht ein. viel mehr hätte mir aber einfallen wollen!
letzten freitag war alec empire hier im babylon und ich bin auch mit einem freund hin, das war mir nach einem moment dann aber irgendwie peinlich und müde war ich auch. ich weiss also nicht, ob er noch immer so ausdauernd wie früher schreit "deutschland has gotta die!". das ist kritisch, das ist fashionable, das ist englisch, denn die welt soll ihn ja verstehen, die deutschen tun es sowieso.
neulich dann: abends auf dem nachhauseweg, manchmal kommen einem merkwürdige ideen, und so sangen wir denn spazierend schlaflieder in den jeweiligen sprachen, auf katalanisch, türkisch, kurdisch (!) und deutsch. ich: guten abend, gute nacht. musste aber ganz schön suchen, ehrlich gesagt, länger als die andern.
im türkischen, einer sprache übrigens, für die mein herz immer mehr schlägt, die aber bis jetzt nicht gerade durch soziologische literatur hervorgetreten ist, habe ich gestern durch zufall ein interessantes wort gelernt: es heisst "ötekileştirmek". es bedeutet, den anderen, dadurch, dass man sagt, er sei eben anders, auszugrenzen. ein wort, das gerade für die türkische realität von nicht zu unterschätzender bedeutung ist, sicher. es hat aber seine wurzel nicht im türkischen.
automatisch fiel mir denn auch ein entsprechendes bild aus einem seminar der europäischen ethnologie ein, zusammen mit tonspur, und so konnte ich mir das wort auch sofort rückübersetzen: wir sagen "othering". das muss man sich mal klarmachen. wir sagen: wieso otherst du mich denn so? jetzt hör doch endlich auf mich zu othern, bitte schön.
Montag, 5. Februar 2007
"in der bar". mir ist übel. wirklich.
(michael haneke)
die liste wurde gerade diese woche um einen film erweitert übrigens: sein name: barda / in der bar, sein regisseur: serdar akar. heute abend habe ich ihn mir in begleitung ansehen.
die geschichte ist schnell erzählt: am beginn des films lernt man eine gruppe von freunden kennen (4 heterosexuelle, wieso erwähne ich das, pärchen, die man alle der istanbuler eher gehobenen mittelschichtsjugend zuordnen würde): eines der mädchen wird schwanger, das ist aber kein problem, denn die gemeinsame heirat aus liebe zueinander ist schon geplant, sowie auch ein urlaub mit den freunden auf einem segelboot irgendwo in der ägäis. das ganze wird ausführlich thematisiert - der zuschauer, also ich, reagiert zwischen genervt und fast schon neidisch ob dieser kuscheligen perfektion: bewusst würden diese menschen nie irgendjemand etwas antun, sie kämen gar nicht auf die idee -, um schliesslich nach einer ordentlich langen szene auf einem rockkonzert, die die weltoffene amüsierwilligkeit der clique unterstreicht, im barbereich des clubs zu enden. es ist spät, unsere freunde sind die letzten abgesehen vom barkeeper, und bei all dem, was nun folgt, merkt man schnell: auch sie hätten, bitte, früher gehen sollen: eine gruppe junger burschen steigt die treppe herunter, die klassischen verlierer der gesellschaft. das anschliessende ist nicht mehr schön mit anzusehen, und nicht nur der spoilergefahr wegen muss man das nicht nacherzählen. gezeigt werden (neben dem zu erwartenden: schläge, tritte, schusswaffen und rasierklingen, vergewaltigungen, sowie einem "originellen" fußballspiel mit den schon völlig lädierten freunden) immer wieder zwischengeschnittene szenen der gerichtsverhandlung sowie ein richter, den diese aus der distanz eines alten justizroutiniers aufs wunderbarste kalt lässt.
akar kennt sein metier und genre und hat deshalb auch einen soliden film abgeliefert, an einigen, den brutalsten, stellen schön mit trockenem humor durchsetzt, die moral des films soll sich nicht durch überdeutlichkeit vermitteln. so setzt zb der bestialischste, aber auch abgestumpfeste und älteste der bande vor 'seiner' vergewaltigung eine dicke hornbrille auf, um besser sehen zu können, und ähnelt damit eigentlich nur noch jedem xbeliebigen beamten aus bürobüro. dies in aller ruhe und in großaufnahme und unter ihm die frau, es darf gelacht werden.
der film macht es einem aber insgesamt durchaus nicht leicht: so wird er zum schluss zwar ein "gutes", aber kein happy ende haben. dass man es gerne leichter hätte mit ihm, ist verständlich. dass man auf ventilmomente wartet, wo man eben lacht, auch. und dass man die nach dem ersten gekicher über gebühr sucht. im kino, wir gingen so um halb fünf, für diese zeit ungewöhnlich voll, waren überwiegend sehr junge menschen so um die 16 bis 18, oft mit freundinlichem anhang. der uhrwerkorange-effekt wurde erwartet, erwünscht, und natürlich kann man da nicht zeigen, dass man den film eigentlich auch schockierend findet.
dass meine begleitung noch vor zwei jahren hier mit einer gemeinsamen freundin zusammen gewohnt hat, diese aber dann, da sie in der wohnung von einem jungen mann, der kein geld wollte, überfallen wurde, wobei das schlimmste im letzten moment nur durch panik des eindringlings verhindert wurde, auszog, dass daraufhin die polizei auf den fall mit genau dem selben lahmen interesse reagierte wie der richter in der fiktion, dass diese freundin seitdem auch nicht mehr in istanbul wohnt sondern anderswo arbeitet, das konnte keiner im saal wissen.
deswegen mag es auch für die anwesenden unverständlich oder übertrieben gewirkt haben, als meine begleitung in einem moment plötzlich völlig aufgebracht rief: freunde, was lacht ihr denn bei sowas?
in der türkei gibt es traditionell mitten im film eine antrakt genannte pause und diese wurde ausgerechnet an einer der schlimmsten stellen des filmes mit einer werbung für cremigen nescafe eingeleitet, man könnte von einer metzgermentalität des schnittmeisters sprechen. in der pause war die stimmung sehr gelöst und auch die zwei jungen männer, die noch kurz vorher neben uns gelacht hatten, spendierten nun marlboro für uns: hey bruder, wir hatten's doch nicht böse gemeint. natürlich, das dachte ja auch keiner.
am ende des films verließen wir den saal eher ratlos. leer irgendwie. nicht nur wegen der fünf gewalttäter, sondern wegen dem rundherum, das der film ja auch noch beleuchtet.
es wurde übrigens wieder oft schwuchtel gesagt. und arschhinhalter. aber das tun andere in anderen sprachen ja auch.
und arsch überhaupt, was nun aber nicht wie im deutschen ein drolliges schimpfwort ist, sondern für aggressivsexuelle kontexte reserviert.
"gewalt darstellen als das, was sie ist", sagt michael haneke: unkonsumierbar. aber andererseits publikum braucht man ja auch, und ich weiss noch nicht genau, was der film mehr wollte.
leer irgendwie - in einem solchen zustand ist es meistens am besten, man putzt irgendwas, die küche zum beispiel.
deswegen will ich mich jetzt auch entschuldigen, bevor die ganze arbeit schon vor mir gemacht ist.
Sonntag, 4. Februar 2007
neue höreindrücke aus der türkischen gerüchteküche,
einer der erwähnten köche ist übrigens der im feature zitierte "sprecher einer nationalistischen anwaltskanzlei" kemal kerinçsiz, der eine demonstration zugunsten eines ermordeten türkeikritischen journalisten schon deshalb nicht akzeptieren kann, weil dort keiner eine türkische flagge (!) getragen habe.
im november sind hier parlamentswahlen und erdoğan will sowohl modifizierer zu besagtem paragraphen 301 einladen als auch auf keinen fall dessen gesamte streichung zulassen - angst vor stimmenverlust in alle richtungen.
dabei der einzige vernünftige kommentar abschliessend von einer erziehungswissenschaftlerin, die noch immer das größte problem hinter allem auf oberster stelle verortet, nämlich im türkischen erziehungsministerium, das bis auf vereinzelte, erfreuliche ausnahmen noch immer routiniert bis in die kleinsten parzellen der elementarbildung hinein einfluss nimmt auf eine nationalistische erziehung, die viele erst viel später, viele eben aber auch gar nicht, zu hinterfragen lernen. und das in einem land, in dem es eben noch immer keine breite, gemütlich abgesicherte, denkende mittelschicht gibt.
die ngo, bei der ich hier praktikant bin, hat vor drei jahren eine untersuchung an unterrichtsmaterialien vorgenommen (gefördert durch die eu-kommission), und die verstöße, die darin in jede richtung, sei sie ethnischer oder geschlechtlicher oder sonstiger art, vorgenommen wurden gegen eine vorurteilsfreie erziehung, sind mitunter schlicht haarsträubend.
"Military service means the responsibility to learn and perform the art of war in the defense of the Turkish homeland, Turkish independance and the republic. This responsability is set forth in special laws. Military service, the most exalted service to country and nation, accustoms and trains youth to true life. Anyone who fails to perform his military service is of no use to himself, his family or his country." (Milli Güvenlik Bilgisi, eine Broschüre zu staatlicher Sicherheit, 2001)
das war 2001, seit dem hat das land gelernt. sicher. es weiss noch nicht immer gleich, was es aus dem gelernten für resultate ziehen soll. das verwirrt wiederum viele. ja, wenn das, was wir die ganze zeit gelehrt und gelernt haben, falsch gewesen sein soll, wie sollen wir es denn dann nun richtig machen?
gestern abend spät einen film gesehen: bulutları beklerken (auf die wolken warten/d). als darin die szene kam, wo die kinder in der gemeindeschule einen nationalistischen marsch sangen, an mich die frage: ja musstet ihr denn das nicht, die hymne singen montags, oder ein marschlied? nein, ich bin westdeutscher, ging auf eine recht liberale katholische privatschule, bei uns hiess es morgen - morgen -, und nicht einmal setzen, weil keiner aufstand, gesungen wurde nicht.
es gibt kinder hier, verwandte von freunden, an denen ich ehrlich gesagt sehr hänge, die aber weder später auf eine luxusuni gehen werden, noch wohnen sie im ranzigen, aber szenigen beyoğlu, sondern sagen wir: in ümraniye, auf der asiatischen seite, bekannt sowohl für seine flächenmäßige größe als auch für seine eher eingeschränkte weltoffenheit und geringe (wenn auch wachsende) wirtschaftliche zugkraft.
sagen wir nun, diese kinder sind jetzt im grundschulalter und in dieser knospezeit des lebens steht noch jedem alles offen. der ganze weite horizont. im november sind parlamentswahlen. das sind acht monate, februar inklusive. gruselig.
Freitag, 2. Februar 2007
veranstaltungshinweis. test the west.
sie machen musik und theater und ehrliche arbeit.
Donnerstag, 1. Februar 2007
eklat im haushalt eines schwulen ästheten wegen. murathan mungan.
am schlimmsten ist das mit namen. wenn man die menschheit einteilen kann in solche, die diese behalten und die anderen, dann gehöre ich zu den anderen fraglos. hallo ich bin..., und schon ist er auch weg und mir bleibt in so einem moment meistens nur zeit für ein angenehm.
ich gehöre definitiv zu der kategorie was-die-kennst-du-nicht-die-hat-doch-letztes-jahr-an-der-kinokasse-hinter-uns-
gestanden-menschen.
sagt mir aber jemand, naja, und danach bin ich eben nochmal schnell bei sertan vorbei, dann ist es mir oft zu blöd, etwas zu fragen, was ich eigentlich wissen müsste.
psychologen können mir das bestimmt erklären, muss aber nicht.
und tatsächlich ist das mit türkischen namen noch viel schlimmer! immer noch!
und so war es für mich denn auch ein reflex sozusagen, als letzte woche auf meine frage in einer buchhandlung, vielleicht könne mir der freund ja mal ein paar (nicht so schwere) türkische bücher empfehlen, die er mochte, und er mir daraufhin u.a. zwei bücher von murathan mungan (kirk oda, 40 zimmer und meskalin), in die hand gab, ich diese zwar kaufte - aber den namen des unbekannten autors danach auch sofort vergass. wenn ein name für mich sich mit nichts verbindet, wenn ich auch nicht weiss, weshalb mir dieses buch ausgesucht wurde, dann gleitet dieser an mir ab, wie nudelsoße an einer öligen nudel, wenn man die ganze nudelbrühe vorher weggekippt hat.
eine woche später: seit zwei stunden nun will ich mich 'mit begeisterung' türkischer literatur zuwenden - und lenke mich stattdessen im internet ab. dabei stoße ich auf folgenden, mit frdl. genehmigung von Gigi unten angeführten artikel, und denke allen ernstes, hmm, interessant, von dem müsste man sich unbedingt mal ein buch besorgen. der entscheidende fehler, war aber, das laut zu tun, mit der anschliessenden frage: sag mal kennst du den? und zwar zu der selben person, die mir das buch ausgesucht hatte.
das ergebnis war nicht nur, mich wie üblich in solchen situationen wie ein verkalkter trottel zu fühlen, nein, schlimmer war die beschuldigung, nicht nur überhaupt kein interesse für das mir mitgeteilte, mir empfohlene, sondern auch im speziellen keines für türkische kulturtipps aufzubringen, was meiner meinung nicht nur übers ziel hinaus, sondern vollkommen vorbei geschossen war.
und umgekehrt merke man sich so viele europoäer und amis, die ich ständig raushaue - das stimmt ja auch, aber ich zeige ja dann auch websites und was weiss ich dazu, um den namen eine einfärbung zu geben. ausserdem hat es bestimmt nicht mich gebraucht, damit sich leute hier bertolt brecht und walter benjamin merken - war meine instinktive defensive.
und so ist mir mit einem mal durch meine tölpelei wieder das ganze gefälle zwischen uns und denen aufgefallen: so soll die türkei zwar gastland der buchmesse 2008 werden, aber was weiss die weltgrößte übersetzternation von autoren wie oğuz atay beispielsweise, was weiss ich von türkischer literatur?
wie auch immer, tatsächlich habe ich kırk oda zb schon zwei mal angefangen, zwei mal bin ich an der ersten geschichte (im bus fahrend, na gut) gescheitert. zwei mal habe ich es so noch nicht geschafft, diesen namen farbig zu speichern.
jetzt aber vergesse ich ihn ironischerweise garantiert nicht mehr: ich kam mir schon lange nicht mehr so blasiert und unaufmerksam vor. peinlich.
als aktion sühnezeichen nun verbreitung eines artikels einer guten zeitschrift über einen offensichtlich guten autor - den schuh, den dirk ruder darin deutschen homos überstülpen will ("deutsche homos gehen nicht zu türken"), will ich mir nicht verpassen lassen:
Zieh Leine, Azrail!
Murathan Mungan gilt im westlichen Europa als Exot: Als offen homosexueller Autor, der in seiner Literatur vorwiegend auf traditionelle Mythen und Märchen vor allem des osmanischen Reichs zurückgreift und als einer, der sich dezidiert politisch äußert, will er nicht so recht in das gerade in Deutschland vorherrschende Stereotyp vom türkischen Mann als homophobem Proll aus den hintersten Bergen passen: Ein schwuler Ästhet aus Istanbul, vielleicht sogar ein Kommunist? Eindrücke auf einer von vier Lesungen der Lesetour im Dezember in sammelte Dirk Ruder
Der Lesesaal ist proppevoll. Eigentlich hätte die Veranstaltung um zwanzig Uhr beginnen sollen, doch inzwischen ist es zwanzig nach und noch immer warten Dutzende Besucherinnen und Besucher geduldig in einer langen Schlange vor der Kasse. Eilig werden weitere Stühle herbeigeschafft und die Bestuhlung bis in die „Geheime Bastelecke“ der Kinderbücherei erweitert. Mit derartigem Andrang haben die Veranstalter offenbar nicht gerechnet.
„Liebe Freunde der türkischen Literatur, Sie können sich vorstellen, wie aufgeregt ich bin“, eröffnet ein Mitarbeiter die Veranstaltung. Schon einmal war Murathan Mungan in die Duisburger Bücherei gekommen, doch 1994 fand die Lesung in wesentlich kleinerem Kreis statt. Der Redner dankt den örtlichen Migrantenvereinen, die die Lesung ermöglicht haben, und weist lobend auf die von der Robert-Bosch-Stiftung initiierte und vom Unionsverlag edierte Türkische Bibliothek hin. Sechs Bände erschienen seit Herbst 2005, mit „Palast des Ostens“ liegen nun erstmals zum Teil schon vor einem Vierteljahrhundert entstandene Texte von Murathan Mungan in deutscher Sprache vor.
Die Türkische Bibliothek hat sich viel vorgenommen: Die letzten hundert Jahre der türkischen Literatur will die Reihe in insgesamt zwanzig Bänden abbilden. Im Schnelldurchlauf, denn bis zum Anschluß der Türkei hat die EU-Kulturszene noch viel nachzuholen. Das Schwergewicht des Projekts liege „auf jenen Autorinnen und Autoren, die trotz ihrer Bedeutung bislang der deutschsprachigen Leserschaft noch nicht angemessen zugänglich gemacht wurden“, heißt es konsequenterweise in einer Information zur Edition. Mit anderen Worten: Vor allem deutsche Verlage haben da wohl einen Trend verpennt – und verschlafen ihn offenbar noch immer. Der ehrbare Unionsverlag jedenfalls sitzt in Zürich. Allein um Murathan Mungan lesen zu können, lohne es sich, Türkisch zu lernen, suchte ein Rezensent noch am 29. November ausgerechnet in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung für deutsche Leitkultur, die Peinlichkeit jahrelang gepflegter Ignoranz zu übertünchen. Doch die Dinge sind in Bewegung geraten. Bevor Murathan Mungan und Dolmetscher Recai Hallaç das Podium betreten, streift der Gastgeber das politisch derzeit nicht eben „wolkenlose“ Verhältnis zwischen der Türkei und Deutschland. Doch habe dies heute keinen Einfluß mehr auf andere Bereiche. „Wir erleben eine Blütezeit im türkisch-deutschen Kulturaustausch.“
Dann begrüßt der Autor das Publikum: „Mehr als zehn Jahre sind seit meiner ersten Lesung hier vergangen. Sie sind viel zahlreicher geworden!“ Ein Heimspiel. Duisburgs türkische Gemeinde ist gekommen: Studenten, Taxifahrer, Hausfrauen mittleren Alters, sogar junge Mütter mit Babies im Wickeltuch – ohne Mann. Viele haben eines von Mungans auf Türkisch erschienenen Büchern zum Signieren dabei. Noch eine halbe Stunde nach der Lesung, als die wenigen deutschsprachigen Exemplare längst verkauft sind, wird der Büchertisch dicht von emsig diskutierenden Menschen umlagert sein. Doch als Mungan die Lesung beginnt, liegt für zwei Stunden eine erwartungsvolle Stille im Saal. Kein Handy klingelt, niemand schwatzt oder legt eine spontane Raucherpause im Foyer ein. Nur einmal fängt das Baby zu schreien an, just als Mungan von der merkwürdigen Einsamkeit der Männer spricht, in der es auch in der ersten Geschichte aus dem „Palast des Ostens“ geht: „Ökkes und Cengâver“.
Die Geschichte beginnt so: „Am östlichen Mittelmeer: die Berggipfel des Taurus in der Umarmung des Meeres. Der Himmel darüber gehört den Vögeln (ihre Flügel verdunkeln die Sonne). Die Natur ist hier so groß wie das Schicksaal der Menschen.“ Es gibt Sterne, die Karawanen ins Verderben führen, es gibt blutige Rituale, Pferde, und es gibt Ökkes (sprich: Ökkesch) und Cengâver (Dschenn-gjaa-wehr). Die Jungen an der Schwelle zum Mannsein verbindet eine seltsame Sehnsucht zueinander, aber dies ist nicht Brokeback Mountain, und die der Tradition mündlicher Überlieferung entspringende östliche Erzählweise folgt anderen narrativen Regeln als das US-Cinema. „Im Osten werden Geschichten erzählt, im Westen werden Geschichten konstruiert“, beschreibt Mungan den Unterschied. „Ich bin ein Geschichtenerzähler. Mein Ziel ist, daß Sie am Ende sagen: Ach, wie schön hat der erzählt!“
Viele von Mungans Geschichten gehen von tradierten Märchen oder Mythen aus, „die ich mit meinen Themen und Problemen anreichere. Damit schreibe ich die Geschichten neu. Niemand kann behaupten, daß dieses Neuschreiben alter Geschichten einfacher wäre, als ganz bei Null anzufangen. Was mich als Schriftsteller interessiert, sind die alten Geschichten – mit den Blutungen und Verblutungen unserer Zeit.“ Ausgangspunkt der Geschichte „Ökkes und Cengâver“ – die, als erste und einzige von Mungans Erzählungen, bereits vor Jahren in einer Anthologie türkischer Autorinnen und Autoren in deutscher Übersetzung veröffentlicht wurde – ist ein altalevitisches Initiationsritual, bei dem befreundete junge Männer bis zur Bewußtlosigkeit gegeneinander kämpfen müssen. „Die Geschichte handelt von Wettkampf, Gefühl, Liebe – suchen Sie sich aus, wie Sie es benennen möchten.“ Er habe sie nach dem türkischen Militärputsch vom 12. September 1980 geschrieben. „Eine schmerzensreiche Zeit, nicht nur für mich.“ Das Publikum applaudiert.
Wenn Mungan seinen Part gelesen hat, trägt Dolmetscher Recai Hallaç eine andere Textpassage auf Deutsch vor. „Weil wir bei den Lesungen gemerkt haben, daß die Mehrheit des Publikums zweisprachig ist“, sagt Hallaç. „Wenn Sie kein Türkisch verstehen, können Sie sich an der Sprachmelodie erfreuen.“ Die zweite vorgetragene Geschichte ist auch die zweite im Buch: „Dumrul und Azrail“. Wieder eine traditionelle Sage. Azrail, der islamische Todesengel, fordert Dumruls Leben. Dumrul bietet dem Todesengel statt dem eigenen das Leben von Vater, Mutter oder Geliebter an – doch die wollen sich partout nicht opfern. Bis hierhin gleichen sich Sage und Mungans Neufassung. Wie letztere dann doch anders endet, will Mungan nicht verraten. „Wenn man eine alte Geschichte neu erzählt, hat das bestimmte Gründe. Zum Beispiel die Beziehung von Vater und Sohn, die ein Thema in jeder Kultur ist. In patriarchalen Gesellschaften allerdings ist die Rolle des Vaters noch schwerer beladen, als in anderen Gesellschaften.“ Aus der Weigerung von Dumruls Mutter, ihr Leben zu geben, könne man „im Subtext vieles herauslesen in dieser Zeit des Postfeminismus“. Und: „In Gesellschaften, wo Sterben und Tötenlassen endlich ersetzt werden durch Lebenlassen, werden solche Märchen sicher ganz anders erzählt werden.“
Plötzlich hebt Mungan den Kopf und fragt: „Langweilen Sie sich?“ Die Leute lachen und applaudieren. Dann folgt ein Ausschnitt aus der letzten Erzählung des „Palast“-Bandes, „Der Großwesir und sein Bote“. Eine Geschichte, an der Mungan „sehr gern und sehr lange“ gearbeitet habe. „Viele Autoren erzählen in ihrer Literatur von den großen Figuren, den Helden oder den Verrätern. Ich ziehe es vor, in meinen Geschichte die Perspektive der Namenlosen einzunehmen.“ Die eines jener historisch verbürgten taubstummen Boten etwa, mit denen Herrscher des osmanischen Reichs geheime Depeschen sandten. „Die Boten konnten weder lesen noch schreiben und bei Gefangennahme keine Geheimnisse preisgeben.“ Das Geheimnis des Munganschen Boten: „Der Bote liebt den Großwesir so sehr, daß er ihn nie verraten würde.“ Aber der Bote ist stumm und wird es dem Großwesir nie sagen können.
In vier deutsche Städte – Mannheim, Köln, Stuttgart und Duisburg – hatte die vom Unionsverlag vorzüglich organisierte Lesereise den in Istanbul lebenden Boten Mungan zwischen dem 4. und 8. Dezember entsandt. Dazu kam am Nachmittag vor der Duisburger Lesung ein Besuch bei „Kitap Fuari“, der deutsch-türkischen Buchmesse an der Universität Essen. Als unbestrittenen Höhepunkt der diesjährigen Veranstaltungsreihe „Ein Blick zu andern Ufern“ hatte auch der sie organisierende und seit Jahren mit der Stadtbibliothek kooperierende Verein „Homosexuelle Kultur Duisburg“ (HoKuDu) die Lesung im Programmheft angekündigt. Vergeblich: Deutsche Homos gehen nicht zu Lesungen türkischer Autoren. „Identitätspolitik ist ein Konzept unserer Tage, das sehr zurückhaltend benutzt werden sollte“, so Murathan Mungan bereits 1999 in einem Interview. „Alle Formen von Identität, seien sie ethnischer, nationaler, religiöser, sexueller oder anderer Art, können mit der Zeit zu Gefängnissen werden.“ Als Europäer wolle er sich deswegen auch nicht fühlen, lieber als Weltbürger.
Die Veranstaltung nähert sich dem Ende. „Wir haben ein Fenster vom Palast des Ostens aufgestoßen und hineingeschaut“, sagt Mungan und bedankt sich für die Aufmerksamkeit. Es dauert lange, bis alle Bücher signiert sind. In die deutschen Ausgaben schreibt Mungan auf Türkisch: „Von der ersten Türe des Palastes – Hallo!“
xanadu
dank wikipedia hat die welt wieder fragen gelernt.
natürlich: mit einer eindeutigen antwort wäre ich da auch nicht rausgekommen. im gegenteil.
In Abu Dhabi tourist boards did stately pleasure domes decree...
"in xanadu did kubla khan a stately pleasure dome decree..." heisst es in der eingangszeile zu coleridges (auch er ein weiter imaginärer vorfahre, der wohl in der ahnengalerie so manches jungen menschen aufgetaucht sein mag) traumhaft schönem 'opium'-gedicht-'fragment', die durch die spätere verwendung für die eröffnungssequenz von orson welles citizen kane in die popkultur einging. xanadu. coleridge selbst ist aller wahrscheinlichkeit auf diesen namen durch marco polos reisebericht gekommen, dem die italiener ja schnell den namen 'milione' gaben, seiner angenommenen, aber gerne gehörten übertreibungen wegen. an kubla khan werden sich aufmerksame blogbesucher wegen des berichtes zu sabancis cengiz han-ausstellung erinnern. es gibt in der europäischen kulturgeschichte wenige namen die so sehr mit exotischem, exzessivem luxus verbunden sind wie dieses xanadu. ob es diesen sommerpalast kublai khans jedoch wirklich gab, wie der aussah, das weiss ich bis heute nicht.
auf den spielt aber die heutige new york times mit allen nur möglichen assoziationen mal wieder an, wenn in einem anderen fernen orientalischen land, dem der mythisch reichen ölscheichen, ein solches aus dem boden gestampft werden soll: abu dhabi, so die nyt, plane nun in ergänzung zu den bauten des nachbarn dubai, ein komplett neues viertel mit postmodernen museen zu bestücken. im gegensatz zu dem phantastischen oder auch originalen xanadu kubla khans hat sich dieses jedoch ganz konkrete, d.h. globale ziele gesetzt, und deswegen auch solche namen unter vertrag: frank gehry wird noch einmal eine peggyfiliale eröffnen, noch größer, noch neuer, jean nouvel wird erwartet sowie auch tadao ando und zaha hadid.
allein die rechte für die verwendung sowohl der expertise als auch (und jetzt kommt's) des namens des louvre soll sich abu dhabi eine milliarde dollar kosten haben lassen. nur ein kleiner bruchteil des gesamtbudgets, aber ein symbolischer akt, den die franzosen mit ihrer übersensiblen nase für kulturellen ausverkauf auch gleich gerochen haben:
Abu Dhabi’s Tourism Development and Investment Company announced a deal to build the Guggenheim Abu Dhabi last year. Recently it reached a $1 billion accord to rent the name, art and expertise of the Louvre for a museum to be built on the island. Protests quickly arose in France that that country was selling its patrimony to the highest bidder. The emirate’s tourism officials played down the Louvre plan on Wednesday, insisting the deal was not final.
(interessanterweise gibt es umgekehrt beim institut du monde arabe in paris immer wieder beschwerden von seiten der französischen regierung, dass sie hierfür die kosten fast allein trage und die arabischen staaten ihre versprochenen beitragszahlungen regelmäßig schuldig bleiben...)
ein cultural district deluxe also. mal sehn, was wird aus dieser saadiyet island. aber wenn man's nüchtern überlegt, wird mit ihr zumindest eines immer deutlicher: alle romantischen projektionen, für die das alte xanadu noch so gut herhalten konnte, alles abenteuerliche auch, wie es ein landsmann von coleridge mit solchem public school lehrstoff wie kubla khan es ja war, in sich aufsog, um dann später zu laurenz von arabien zu werden - ist längst obsolet: man lässt ein cultural quarter bauen, top down, und man kann anhand der weltweit messbaren tourismusströme genau belegen, weshalb man das tut. tristes persiques hätte levi-strauss wohl geseufzt, wenn er das gehört hätte. und hör zu opi, du verstehst das nicht, ich muss jetzt auch los, seine enkelin...
und was wusste ich noch gestern von abu dhabi genau? laut wikipedia wohnen dort immerhin rund 80 % bürger ausländischer herkunft, was ja für ein internationales klima spricht.
aber das tun sie in monaco auch, und da kann ich mir einen guten kaffee genauso wenig leisten.
ps: da lobe ich mir die heile bottom up-welt unserer viertels in istanbul, wo ich mir zwar teils vorkomme, wie coleridge selbst, da ständig gasheizungsinstallateure um mich rumspringen und ich deshalb permanent meine sätze vergesse, aber wo man dann auch einfach mal ohne die geringsten bedenken zu einem deutschen sagt: du, geh mal schnell runter auf die strasse und dreh den haupthahn ab - und somit für gut eine dreiviertel stunde das gesamt haus ohne wasser lässt. hoffe nur, keiner hatte derweil brennenden shampooschaum im auge.
aber selbst wenn: gewohnheit ist ja auch eine art meisterschaft.